Im Rahmen der Wirtschaftsgespräche der Akademikergesellschaft (Akad) wurde die Swiss Business Education eingeladen zu referieren. Beni Huggel und Egon Aebersold führten die TeilnehmerInnen in Bern und Zürich in die Welt des Sports und der Unternehmensführung ein.
Flexibel – oder etwas moderner: agil – müssen aber nicht nur Menschen im Beruf sein, sondern auch die Unternehmen selbst. Die technische Entwicklung sowie die Internationalisierung der Märkte haben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändert. Auch KMU müssen heute flexibel genug sein, um sich diesen Veränderungen anzupassen und innovativ zu bleiben – oder zu werden. Das bedingt, dass sich ein Unternehmen in die Lage der Kunden versetzen kann und deren Bedürfnisse versteht. Intern bedingt dies möglichst flache Hierarchien mit einem schnellen Informationsfluss und kurzen Entscheidungswegen. Es gibt jedoch keine fixe Definition für Agilität in Unternehmen respektive für ein agiles Unternehmen. Ursprünglich stammt das Modell aus der Software-Entwicklung und Ansätzen wie Scrum oder Kanban. Agilität kann so weit gehen, dass Hierarchien weitgehend aufgehoben sind und Teams in ihren Bereichen selbständig entscheiden.
Das gilt nicht nur für Firmen, sondern auch im Fussball. Beim Fussball haben sich die Rahmenbedingungen – der «Markt» – auch grundlegend verändert. Dabei müssen Verein und Team inklusive Trainer äusserst agil bleiben. Denn der Fussball-Alltag hält immer wieder Überraschungen bereit. Spieler verletzen sich, handeln sich eine Sperre ein oder möchten den Verein verlassen. Oder die Resultate stimmen nicht. Denn, Leistung ist planbar, Erfolg nicht. Und schon beginnt das sorgsam zusammengestellte Gefüge des Teams zu wackeln.
Die über 80 Gäste zeigten sich sehr interessiert und stellten den beiden Referenten zahlreiche Fragen. Beim anschliessenden sehr gediegenen Apéro wurde intensives Networking betrieben und Anekdoten zum Besten gegeben.
